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Wer erfand den Valentinstag?
Super - heute ist Valentinstag!
Einige Kolleginnen haben tatsächlich schon am Morgen einen Blumenstrauß oder eine andere kleine Aufmerksamkeit von ihrer besseren Hälfte bekommen. Andere Kolleginnen und Kollegen verdrehen bereits genervt die Augen: Valentinstag...
„Ein Tag der lediglich von der Blumenindustrie erfunden wurde, um mehr Umsatz zu machen“, sagen sie spöttisch. „Nein - es ist der Tag der Liebenden", sagt eine andere Kollegin und richtet verzückt ihre Blumen in der Vase an. „Valentinstag gibt es schon ewig und ist sicherlich keine Erfindung der Blumenindustrie...“
Aber wer hat nun recht? Dieser Frage musste ich natürlich sofort nachgehen!
Valentinstag wird ja bekanntlich besonders groß in England und in den USA gefeiert. Aber auch in Deutschland gewinnt der Tag der Verliebten immer mehr an Bedeutung.
Bereits nach dem Zweiten Weltkrieg kam der Valentinsbrauch durch US-Soldaten zu uns. Der erste Valentinsball fand 1950 in Nürnberg statt – das war der Start des offiziellen Valentinstages in Deutschland.
Was sind nun aber die Wurzeln dieses Festes?
Es gibt verschiedene historische Hintergründe - aber drei Überlieferungen gefallen mir besonders gut:
Die Geschichte des Heiligen Valentin
Die Geburtsstunde des Valentintages fand im alten Rom statt. Im 2. Jahrhundert nach Christus lebte der Heilige Valentin. Dieser einfache Priester traute heimlich Liebespaare nach christlichem Ritus, die offiziell nicht heiraten durften. Er schenkte den frisch verheirateten Paaren Blumen aus seinen Garten! Es wird gesagt, dass die Ehen, die von ihm geschlossen wurden, sehr glücklich waren. Für diesen Verrat an den römischen Kaiser Claudius II und der Kirche wurde er schließlich enthauptet. Der Heilige Valentin verlor am 14. Februar 269 sein Leben – er starb für die Liebenden.
Blumen am 14. Februar für die Göttin
Der heilige Valentin beschenkte die Liebenden mit Blumen aus seinem Garten – aber der Brauch, am Valentinstag etwas zu verschenken - geht noch weiter zurück. Im antiken Rom wurde die Göttin Juno, als Schützerin der Ehe und Familie geehrt. Sie wurde die Gattin Jupiters und somit Königin aller Göttinnen. Göttin Juno zu Ehren, wurden am 14. Februar Blumenopfer dargebracht - später bekamen alle Frauen an diesem Tag Blumen geschenkt.
Erwachende Frühlingsgefühle im 14. Jahrhundert
In England und Frankreich wird gesagt, dass der Beginn der Paarungszeit der Vögel in der Mitte des zweiten Monats - also am 14. Februar – stattfindet. Unterstützt wurde dieser Glaube bereits im 14. Jahrhundert durch den Dichter Geoffrey Chaucers. Im Gedicht "Parlament der Vögel" erwähnt er bereits den Valentinstag und stellt dar, wie sich die Vögel an diesem besonderen Tag um die Göttin Natur versammeln, um einen Partner zu finden.
Drei schöne Überlieferungen – aber passen sie überhaupt noch in die heutige Zeit?
Ich denke schon, denn Menschen die sich lieben, möchten sich mitteilen – sie schenken sich etwas. Jeder Mensch freut sich über Blumen und Geschenke und dennoch - seit Jahrhunderten strebt der Mensch nach dem schönsten Geschenk - das Geschenk der wahren Liebe.
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